Praxiserprobung für geflüchtete Jugendliche

Das Projekt „Praxiserprobung für geflüchtete Jugendliche“ wird realisiert unter Leitung Arbeit und Bildung e.V. in Kooperation mit dem Institut für produktives Lernen in Europa e.V. und social-return-stiftung.

Kontakt

Praxiserprobung für geflüchtete Jugendliche

Kurfürstenstraße 131
10785 Berlin

Tel. 030 2593095-0
Fax: 030 2593095-18

Projektkoordination
Rainer Milletat

Mail: rainer.milletat@aub-berlin.de
Mobil: 0163 5475883

Projektleitung
Stefan Nowack

Das Projekt

Das Projekt „Praxiserprobung für jugendliche Geflüchtete“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Willkommensklassen oder IBA-Klassen mit Fluchterfahrungen zwischen dem 15. und 18. Lebensjahr, die nicht damit gerechnet haben, hier noch einmal eine Schule zu besuchen. Diese Schülerinnen und Schüler haben häufig auch keine oder nur geringe Lernbiografien aber bereits Arbeitserfahrungen aus ihren Herkunftsländern und aus diesem Grund auch eine hohe Motivation zu einer Arbeitstätigkeit. Die deutschen Sprachkenntnisse sind meist unter dem Niveau von A1.

Wir wollen einen anderen Weg gehen

Die Jugendlichen werden in neuen Lerngruppen zusammengefasst. In diesen Lerngruppen wird ihre individuelle Motivation gefördert und ein direkter Zugang zur Arbeitswelt eröffnet. Das Projekt orientiert sich hierbei an den bewährten Methoden des Produktiven Lernens, d.h. an 3 Tagen in der Woche lernen die Jugendlichen in Betrieben, an den zwei verbleibenden Tagen reflektieren und vertiefen sie ihre am Praxisplatz gemachten Erfahrungen und vertiefen ihre Sprachkenntnisse orientiert am betrieblichen Alltag.

Ziel des Projekts ist es, dass für jede Jugendliche und jeden Jugendlichen nach einem Schuljahr eine klare Anschlussperspektive erarbeitet worden ist.

Zu diesen Perspektiven gehören:

  • Ablegen der BBR-Prüfung in einer Regelklasse der Stammschule
  • Übergang in ein Arbeitsverhältnis
  • Übergang in Berufsausbildung
  • aussichtsreicher Wechsel in eine Berufsausbildung mit entsprechenden Unterstützungsmaßnahmen wie ausbildungsbegleitende Hilfen (abh)
  • Assistierte Berufsausbildung (AsA)
  • Wechsel auf einen IBA-Platz an einem OSZ
  • Übergang in eine Gruppe des Produktiven Lernens mit dem Ziel, einen Schulabschluss zu erreichen
  • Teilnahme an einer Einstiegsqualifizierung
  • Wechsel in ein außerschulisches Berufsorientierungsangebot (SGB II/III)

Wie kommen die Jugendlichen in das Projekt?

Lehrer/-innen der Willkommensklassen füllen für die Jugendlichen eine Checkliste aus und reichen diese über ihre Schulleitung weiter an die bezirkliche oder zentrale Koordinierungsstelle für die Willkommensklassen.

Was bietet das Projekt?

  • praktische Orientierungsangebote in Kooperation mit Ausbildungszentren;
  • Beratung interessierter Betriebe
  • Vermittlung in Praktika
  • ergänzende Bildungsbegleitung für die beteiligten Jugendlichen in der Schule und im Lernen in der Praxis
  • individuelle Beratung und Coaching der in den Willkommensklassen tätigen Pädagoginnen und Pädagogen
  • standortübergreifende Seminare und Workshops zu aktuellen Entwicklungsthemen
  • Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit zur Entwicklung der Kooperationsbeziehungen
  • Entwicklung von Informationsmaterialien für Betriebe.

"Praxiserprobung für geflüchtete Jugendliche" wird finanziert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.